Hackensack

Samstag, 29. Dezember 2007

Meine TOP 10 Alben 2007

1. Robert Wyatt – Comicopera
Domino / Rough Trade

Weil jede Platte von RW ein Meisterwerk ist, so auch diese. Niemand schreibt Melodien wie Robert Wyatt und niemand singt wie Robert Wyatt. Er bleibt sich seit Jahrzehnten treu. Und er hat was zu sagen. Und diese Musik wird niemals alt.

2. Joe Henry – Civilians
Anti / SPV

Weil JH es verdient hat, endlich mal als der anerkannt zu werden, der er ist - einer der großartigsten Singer/Songwriter, die wir zur Zeit haben. Mit diesem Album hat er das eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

3. Animal Collective - Strawberry Jam
Domino / Rough Trade

Weil die New Yorker Spaß haben am Experiment, Songstrukturen uninteressant sind und sie doch die Melodien nicht vergessen. Sehr schräg, sehr schön. Das gilt auch für die Videos.

4. Vic Chesnutt - North Star Deserter
Constellat / ALIVE

Weil VC sich mit diesem Album wieder als genialer Songwriter erwiesen hat und wunderbar zwischen Ballade und erhabenem Krach pendelt. Eine Perle!

5. Radiohead - In Rainbows
XL / Indigo

Weil Radiohead seit Jahrzehnten Musik vom Allerfeinsten abliefern. Und immer noch nicht zu müde sind um ein solch grandioses Werk abzuliefern. Und weil sie virtuos und unverwechselbar sind. Und weil ich die Stimme von Thom Yorke mag.

6. Rufus Wainwright - Release the Stars
Geffen / Universal

Weil diese Musik pure Schönheit ist.

7. P.J. Harvey - White Chalk
Island / Universal

Weil P.J. hier beweist, daß wenig oft mehr ist. Einfache Musik, schöne Songs, sehr kunstvoll und ergreifend.

8. The Good, The Bad & The Queen
EMI

Weil diese "Supergroup" nicht abhebt, sondern eine schlichte und sehr "bescheidene" Musik präsentiert. Und weil es mich freut mal wieder was von Paul Simonon zu hören. Auch wenn es von dieser "Band" nichts mehr zu hören geben wird, das wird bleiben.

9. The Coral - Roots & Echoes
Red Ink / Rough Trade

Weil die Songs dieser Platte sich auf das Angenehmste ins Ohr schmiegen und dort bleiben. Und wer Songs wie "Jacqueline" und "Rebecca You" schreiben kann, hat es allemal verdient, in einer Best Of Liste zu erscheinen.

10. The Pierces - Thirteen Tales of Love and Revenge
Lizard Kin / Rough Trade

Weil die Schwestern so tun, als hätte es noch nie vorher eine Girlgroup gegeben und wunderbare Ohrwürmer darbieten, die einfach gute Laune machen.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Wer ist Joe Henry

Wer ist Joe Henry?

Wer ist eigentlich Joe Henry und weshalb wusste ich das bis vor einigen Wochen selbst noch nicht? Weshalb musste wieder Freund HPunkt herhalten um meine musikalischen Wissenslücken zu schließen?
Jeder kennt Van Morrison, Tom Waits und Elvis Costello. Aber keiner kennt Joe Henry. Ein deutliches Zeichen für die Ungerechtigkeit dieser Welt. Die Recherche im Netz nach Joe Henry ist ein mühsames Geschäft. Es ist, von einigen wenigen, kurzen Fanbeiträgen und kurzen Zeitungsartikeln abgesehen, so gut wie nichts über ihn zu finden.
Mit den drei genannten Namen ist das Terrain abgesteckt, in dem sich Joe Henry bewegt - auf gleicher qualitativer Höhe bewegt. Er muß sich hier nicht verstecken, und doch scheint es, als hätte ihn jemand hinter diesen Namen versteckt.
Henry ist Singer/Songwriter, verwurzelt, wie so viele, in der Country Music. Aber Joe Henry ist auch Jazzer. Das sind die Pole, zwischen denen er sich bewegt, Country und Jazz.
Auf seiner Website, die erstaunlicherweise auf eine Discographie verzichtet und sich ausschließlich seinem letzten Werk „Civilians“ widmet, finden sich neben den üblichen Pressestimmen, Tourdaten und einem Kochrezept, (Spare Ribs Tuscan Style With White Wine, Garlic and Sage), auch ein Aufsatz Henrys über die Thelonius Monk Komposition „Hackensack“, sowie über seinen Lieblingsjazzer, den Saxophonisten Ornette Coleman (The Ghost in a Song). Und dieser ist dann auch auf der besten Joe Henry Platte zu hören, „Scar“ aus dem Jahre 2001.
„Scar“ ist das Meisterwerk Joe Henrys, dem auf jeder Best of Ever Liste ein Top Ten Platz gebührt. Trotzdem taucht diese Platte auf keiner dieser Listen auf. Wie kann es sein, dass so etwas übersehen, besser, überhört wird. Amazon bietet zu dieser Platte nicht mal Hörproben. Aber hier http://mammoth.go.com/joehenry/ kann man sich das ganze Werk kostenlos in voller Schönheit anhören. Neben dem bereits genannten Ornette Coleman finden sich neben anderen noch weitere illustre Namen auf der Besetzungsliste; Brad Mehldau, Me`shell Ndegeocello und auch Marc Ribot, der vielseitige Gitarrist, der u.a. auch schon mit Tom Waits und Elvis Costello zu hören war.
Die ersten beiden Platten Henrys, „Talk of Heaven“, 1986 und „Murder of Crows“, 1989, waren handwerklich solide, aber doch recht uninspirierte Country-Rock Werke, die niemanden vom Sessel rissen.
Erst mit dem dritten Album von 1990, „Shuffletown“, zeigte sich die große Kunst Henrys, nämlich Country Musik zu schreiben, die jazzig klang. Sicher lag das auch an Don Cherry, der die Trompete spielte, sowie an Cecil McBee am Bass. Aber auch diese Platte erreichte nur einen kleinen Kreis Eingeweihter. Amazon.de verzeichnet einen Anbieter, der die CD für € 76,99 feilbietet.
Es folgten zwei Aufnahmen mit den Jayhawks, „Short Man`s Room“ (1992) und „Kindness of the World“ (1993). Sehr schöne Musik, Country Music, fernab jeder tümelnden Wildwest Romantik - Alternative Country heißt die Schublade. Jetzt wurde Joe Henry, nicht zuletzt durch die Jayhawks, einem größeren Publikum, wenigstens in den USA bekannt.
Es folgte 1996 „Trampoline“, die bis dato vielleicht popigste Platte Joe Henrys. Hierfür holte er sich Unterstützung von dem Helmet-Gitarristen Page Hamilton sowie Darryl Jones; dieser wie Joe Henry ein Wanderer zwischen den Welten, spielte er doch mit den Stones, mit Miles Davis, Sting oder Madonna, um nur einige zu nennen. „Trampoline“ ist ein sehr entspanntes Album, bei dem Henry Streicher sowie Samples einsetzt. Weiter hatte er sich bislang noch nicht vom Country entfernt. „Ein leises Meisterwerk, das mit minimalen Mitteln maximale Wirkung erzielt“, schrieb Stereoplay.
Auf „Fuse“ von 1999 folgt er dem Weg, den er mit „Trampoline“ eingeschlagen hat. Produziert von T-Bone Burnett und Daniel Lanois klingt er, nicht zuletzt durch eingestreute Trip Hop Elemente „moderner“ denn je. Aber auch dieser Platte ist das selbe Schicksal wie den bisherigen beschert. Sie interessiert niemanden.
2001 dann das bereits erwähnte Meisterwerk „Scar“. Meines Wissens nach auch das einzige Pop Album, bei dem sich Ornette Coleman die Ehre gibt. Hier finden sich bei Amazon wenigstens auch mal drei Kundenrezensionen und viereinhalb von fünf Punkten. Recht so. Trotz der Jazzbesetzung ist „Scar“ aber wieder ein Singer/Songwriter Album geworden, ein jazziges zwar, aber der Jazz hält sich dezent im Hintergrund. Nie war Henry näher an Tom Waits, als auf diesem Album. Besonders das Spiel des Gitarristen Marc Ribot ist zum Niederknien. Umwerfend gleich das erste Stück „Richard Pryor Addresses a Tearful Nation“. Eine traumhafte Ballade, die von einem gänsehauterzeugenden Solo Ornette Colemans abgeschlossen wird.
Der Jazz hat es Joe Henry natürlich unüberhörbar angetan. Ganz deutlich wird dies auf dem 03er Album „Tiny Voices“ , einem leider etwas überambitionierten Werk, das sich nicht entscheiden kann, was es sein will, Jazz oder Song. Es ist ein gutes Album, keine Frage, aber wir sind mittlerweile von Joe Henry Besseres gewohnt. Aber auch hier ist die Besetzungsliste wieder von Allerfeinsten. Neben dem Drummer Jim Keltner, der mit allen Größen des Rock und Pop Business gearbeitet hat, wirken der Trompeter Ron Miles und der Klarinettist Don Byron mit.
In diesem Jahr gab es dann endlich wieder ein neues Joe Henry Album „Civilians“. Hier ist er wieder ganz der Singer/Songwriter, auch wenn er sich mit Bill Frisell wieder einen Jazzgitarristen in`s Studio geholt hat. Der allerdings hat selbst schon mal ein eigenes Country Album aufgenommen, „Nashville“ (1997). Und auf der großartigen Platte von Vic Chesnutt , „Ghetto Bells“ (2005) wirkt er auch mit. Frisell ist also den musikalischen Umgang mit Singer/Songwritern gewohnt. „Civilians“ ist ein swingendes, teilweise auch rockendes Album und gehört für mich zu den 5 besten Platten in 2007, und wenn es nur für diesen Satz ist: “Live is short, but by the grace of God, the night is long.“ Große Teile des Albums kann man sich hier anhören: http://www.joehenrylovesyoumadly.com/

Auch wenn man von den genannten Platten noch nie was gehört hat, könnte man trotzdem den Namen Joe Henry schon mal gehört haben. Schließlich hat er schon einen Grammy im Regal. Verliehen für seine Produktion des Solomon Burke Albums „Don`t Give Up On Me“. Das Produzieren ist sozusagen sein Hauptberuf. So produzierte er unter anderem Aimee Mann, Betty LaVette, Elvis Costello und Alain Toussaint sowie zuletzt Loudon Wainwright III.
Und auch ich hätte schon mal über den Namen Joe Henry stolpern können, bevor mir HPunkt auf die Sprünge half. Er wirkt auf einer meiner Lieblingsplatten mit, nein, nicht bei Sonic Youth, aber auf der wunderbaren Platte „Wrong Eyed Jesus“ des Alternative Country Manns Jim White ist er bei drei Stücken zu hören. Aber das ist ein anderes Thema.

Im Februar 2008 kommt Joe Henry nach Europa. Bis heute gibt es noch keinen Termin in Deutschland!


P.S. Beinahe hätte ich es vergessen. Kann ja sein, dass das jemand interessiert. Joe Henry ist der Schwager Madonnas.

Donnerstag, 8. März 2007

Grönemeyer und kein Ende

Die Zeiten sind schlecht. Bald darf man in der Kneipe nicht mehr rauchen, in 13 Jahren geht die Welt unter, also macht es auch keinen Spaß mehr, mit dem Porsche Cayenne in der Gegend rumzubrettern. Und unseren kleinen Ausflug nach Thailand wollen sie uns jetzt auch noch madig machen. Zu allem Überfluß besteht auch noch die Möglichkeit, daß die Bayern am Ende wieder Meister sind.
Zum Glück ist Trost nicht weit. Ein Gang in den Medienmarkt Ihres Vertrauens und zur neuen Grönemeyer CD gegriffen, die überall stapelweise rumliegt, als gäbe es nichts anderes. Der Barde, der sich, völlig ironieresistent, für einen "brillianten Sänger" hält, wie er SPON in einem 6 (!) seitigen Interview bekannte (gab`s schonmal ein 6 seitiges Interview mit z.B. Sonic Youth auf SPON?), hat wieder zugeschlagen. Und alle sind beglückt. Die, die es nicht sind, können hier ein kleines Preisausschreiben zu den "Barden aus dem Pott" mitmachen. Es gibt auch was Hübsches zu gewinnen.

Dienstag, 23. Januar 2007

Grönemeyer singt wieder

Jetzt geht`s wieder los mit dem morgendlichen Gerenne. Heute war`s so gegen Viertel vor Acht. Zehnmetersprint zur Anlage und den Ton weggedreht. Das letzte Wort, das sich noch in die Hörbarkeit retten konnte lautete „Namen“. Kein geringerer als SEIN Name ist es, um den es hier geht. „Hier“ heißt schlicht „Lied 1 – Stück vom Himmel“ (Lied 1, da steht zu befürchten, dass Lied 2,3,4,... folgen), die neue Single des nationalen Popheiligtums Herbert Grönemeyer, erscheint am 2. Februar, also bald – Geduld! Bis dahin dürfen wir gewiss sein, den Song täglich tausendfach auf allen möglichen Stationen um die Ohren gehauen zu bekommen. Wenn Grönemeyer singt, drehen die Sender die Regler hoch, auf dass ja jeder mitbekommt, das Uns Herbert wieder im Studio war, Deutschland zu beglücken. Da herrscht Konsens, öffentlich und privat!
Radio Eins ist ja glücklicherweise ein Sender, der seine Hörer meist verschont mit Grönemeyer, Naidoo & Co. Aber da können sie auch nicht abseits stehen und lassen sich gerne einspannen vor den Karren des Grönemeyer Managements. Also muß ich morgens wieder rennen, wenn das Geknödel erklingt, das HG singen nennt. Abends kann ich sitzen bleiben, denn dann sendet Radio Eins richtig gute Musik und da wird es Grönemeyer nicht hinschaffen.
Das Gute an Grönemeyers Knödelgesang ist, dass man den Text nicht versteht. Auf Welt.de vom 19.01.07 war der Text zu finden. Man fragt sich, was ihm widerfahren ist, eine derartig schwülstige Erweckungspoesie zu erdichten! Ist ihm der Leibhaftige erschienen oder hatte er eine Audienz bei Ratzinger? Man weiß gar nicht, was man zuerst zitieren soll aus diesem Textgeschwurbel. Vielleicht das hier:
........
Bibel ist nicht zum einigeln
Die Erde ist unsere Pflicht
Sie ist freundlich, freundlich
Wir eher nicht
.....
Das kann die Titanic nicht unkommentiert lassen. Ist doch ein gefundenes Fressen.
Oder das:
.....
Religionen sind zu schonen
Sie sind für die Moral gemacht
.....
Da freut sich der Ratzinger.

Schön auch das:
......
es gibt Milliarden Farben
und jede ist ein eigenes Rot
......
(„You can have it in any color as long as it's black.“ Henry Ford über das Model T)

Das alles – und noch viel mehr – müssen wir jetzt täglich mehrfach über uns ergehen lassen, wenn wir keine Lust auf den Sprint zum Lautstärkeregler haben. Und es wird noch schlimmer. Im Sommer, wenn die neue LP da ist, geht Gröni auf Tour und füllt wieder wochenlang die Stadien der Republik.
Dabei gibt es doch auch gute Musik, Sonic Youth zum Beispiel, oder ..... ja, es gibt schon verdammt viel gute Musik.

Dienstag, 14. November 2006

Scritti Politti hören

Ich mag keine elektronische Musik (ich mag Gitarren und Saxophone und handgemachte Klänge) und ich weiß fast nichts über Scritti Politti. Als die Band in den 80igern mal groß war, habe ich was anderes gehört, Jazz und so. Aber nicht Scritti Politti. Miles Davis hat die Band (ist das überhaupt eine Band?) mal als Gastmusiker geadelt (und welche Popband kann das schon von sich behaupten?). Als Jazzer ist das bei mir hängen geblieben, gleichwohl ich die Aufnahme wahrscheinlich nie gehört habe.
Neulich hat mir dann mein guter Freund HPunkt eine nackte Kopie zweifelhafter Herkunft in die Hand gedrückt (Hör dir das mal an!), Scritti Politti, White Bread, Black Beer (bei dem Frühstück wär ich gern dabei gewesen). Auf HPunkt ist Verlaß, in musikalischen Dingen und überhaupt.
Wieder zuhause, holte ich mir bei Amazon das Cover (ganz prima). Ich mag keine nackten CDs. Schlichtes Design, weiße Schrift auf braunem Grund. Sieht aus wie ein englisches Wirtshausschild, also einladend. Die CD war eingelegt, der Wein (nein, kein Guiness) offen, das Glas gefüllt und ich drückte die Starttaste.
Das erste Stück, The Boom Boom Bap. Sanfte, sparsame elektronische Klänge, ein unglaublicher Gesang, und ich hatte die Beach Boys im Ohr, und Simon and Garfunkel, und Robert Wyatt, und Sonic Youth. Wieso Sonic Youth? Keine Ahnung, aber ich komm noch drauf.
Das also ist Scritti Politti, das ist elektronische Musik und ich war hinundweg. Wer kann solche Melodien schreiben, wer kann so singen? [Mittlerweile weiß ich es, der Mann heißt Green Gartside] Der Straßenlärm war vergessen, die ganze Welt dazu. Wie konnte ich diese Band (die ja keine Band ist) all die Jahre überhört haben? Wahrscheinlich weil sie so still sind. Heutzutage muß man die Stille suchen.
Und das alles ohne Gitarren: Na ja, nicht ganz. Im dritten Stück, Snow In Sun, ist sehr dezent eine akustische zu hören. Und im zehnten Titel, dem wunderbaren Window Wide Open, erklingt sogar ein kleines, feines Solo, auf `ner richtigen E-Gitarre. Im sechsten Stück, Dr. Abernathy, klingen sie sogar wie `ne richtige Rockband, ebenso im letzten, Robin Hood. Aber nur kurz.
Es wird gesungen, also gibt es Texte. Gesungene Texte interessieren mich nicht. Wenn ich einen Text will, lese ich ein Buch. Wörter in der Musik sind für mich Klang, sie müssen klingen und singbar sein. Also achte ich auch nicht auf den Text auf White Bread, Black Beer. Dennoch ist mir ein tröstlicher Satz aufgefallen, im siebten Stück, After Six (schöner Titel für ein siebtes Stück), "Jesus, keep Your Love away from me. Jesus, keep Your hands, where I can see." Der muß sich ja auch nicht überall einmischen.
Auf diesem Album sind vierzehn Kleinode versammelt, die man sich dringend allein anhören sollte. Eventuell Anwesende sind gehalten, für die nächsten einundfünfzig Minuten und siebenundzwanzig Sekunden die Klappe zu halten. Diese Musik duldet keine Störung. Und nach dem letzten Stück hat man eine Ahnung davon, was Glück sein kann. Scritti Politti hat eines der großartigsten Pop Alben abgeliefert, das mir in den letzten Jahren untergekommen ist und von dreiundachtzig zu vergebenden Punkten würde ich hier glatt achtundsiebzig verteilen. Das ist doch was! Und wieso ich beim Hören an Sonic Youth denken muß, darauf komme ich auch noch.

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